Leipzig

Kaufhaus am Brühl und die Meinungsmacher

Eigentlich hatte ich vor, einen längeren Artikel über die Meinungsmache der LVZ in Bezug auf das Kaufhaus am Brühl - besser bekannt als Blechbüchse - zu schreiben. Aber nachdem ich heute wieder ewig an meiner Webseite gebaut habe, um Kleinigkeiten zu verändern, habe ich eigentlich keine rechte Lust mehr.  Dann wird es eben ein wenig kürzer.

Die LVZ ist schon seit Wochen dabei die Leipziger aufzuwiegeln und für die alte, historische Fassade des Kaufhauses zu begeistern. Es gibt unter den entsprechenden, online gestellten Artikeln der LVZ ellenlange Kommentarketten, mal in die eine, mal in die andere Richtung. Die LVZ versucht das jetzt zu verkaufen als sei die Mehrheit der Leipziger dafür und kritische Stimmen werden zensiert. So hatte mal irgendwann angemerkt, dass die LVZ vermehrt Meinung macht, statt über die Meinungen zu berichten. Dieser Kommentar wurde entfernt. Und in der Printausgabe gibt es fast nur Lesermeinungen, die für den Erhalt sind. Read more »

Leipzigs Bauarbeiten

Zur Zeit wird in Leipzig viel gebaut, weil die Fördergelder der Olympiabewerbung ja verprasst werden müssen. Das treibt lustige Blüten. Zum Beispiel gab es Zeiten dass in der Ecke wo ich arbeite alle zwei Tage eine komplett andere Verkehrsführung war. Oder die Beschilderung, wie auf der Seite eines Freundes zu sehen.

Dass Bauarbeiten in Leipzig nichts neues sind zeigt folgende Dichtung von Lene Voigt aus "Der lustige Sachse" 48/1928:

So änne Buddelei

Wo de ooch laatschtst in Leibzich grade,
sei‘s innre Schtadt, sei‘s Bromenade,
gebuddelt wärd an allen Enden,
als wolltense de Schtraßen wenden.
Hier wärd ne Schleise uffgerissen,
dort änne Mauer umgeschmissen,
schwrägniewer gähnt ä diefer Schlund,
drin hockt ä Maurer uffn Grund.
Gurz, wo mr wandelt, wo mr schlendert,
da wärd beschtimmt äwas verändert.
Wenn eener dorkelt da im Suff,
där schtärzt ins Diefe un geht druff.

Unister und die Meinungsmacher

Am Wochenende - oder war es schon Freitag? - fielen in der LVZ mehrere Artikel auf, die zusammen fast ganzseitig Unister und ihr Problem mit der neu zu bauenden Firmenzentrale abhandelten. Tenor war ziemlich eindeutig: 'Wir haben eigentlich alles gemacht, aber die Stadt stellt uns immer neue Fallstricke'.

Das Problem: Unister will ein größeres Gebäude an der Stelle errichten, wo ein DDR Bürogebäude wegerissen wird. Nun hat aber Leipzig schon seit Jahrhunderten eine Verordnung über die Bebaungshöhen der Gebäude in der (Innen-)Stadt. Früher waren das mal 4 Etagen gewesen. Deswegen finden sich in Marktnähe Gebäude mit mehreren Etagen innerhalb des Dachs und auch mehrere Kelleretagen. Darüber gab es nämlich keine Verordnung. Aktuell will Unister ein Gebäude errichten, welches eben in der Zielsetzung eine Etage - bzw. entsprechende Meter - zu hoch ist. Über das Aussehen des Gebäudes kann man geteilter Meinung sein, die Fotomontage, die die LVZ vornahm, zeigte jedenfalls schön, dass sich das Gebäude nicht wirklich der Umgebung unterordnete, allerdings auch nicht wirklich zu etwas Störendem wurde. Also eher grenzwertig.

Auf dieser Seite kam jedenfalls nur Unister zu Wort. Wie gesagt im Sinne von: die Stadt soll sich wegen der einen Etage nicht so haben, immerhin können wir da 200 Leute, sprich Arbeitsplätze, unterbringen. Read more »

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