Kinderpornographie

Rette deine Freiheit

Ich hab hier noch was schönes passend zur Wahl gefunden...

Internetsperren - Teil 3

Ich hab mir vorgestern mal den Kanzlercheck auf Sputnik angehört. Dabei sind mir wieder ein paar schöne Dinger aufgefallen.

Frank-Walter Steinmeier, angesprochen auf die Internetsperren: Die Frau von der Leyen wollte immer alles löschen, aber wir haben gesagt, dass im Internet nichts gelöscht werden soll, sondern Sperren ausreicht. Ja, fast, Herr Steinmeier. Die Frau von der Leyen wollte eigentlich nur Sperren, also Sichtbarrieren, errichten. Herausgekommen ist ein Gesetz, welches dem Löschen Vorrang gibt. Und das ist auch der einzige Weg: Löschen der Inhalte. Zugriffssperren, zumal wenn sie so einfach zu umgehen sind, sind einfach unsinnig.

Angela Merkel, angesprochen auf dasselbe Thema: Es ging nicht darum einen Zensurapparat zu entwickeln. Wir wollen nichts zensieren, aber Kinderpornographie, das ist einfach unter der Gürtellinie. Tja, Frau Merkel, dass Kinderpornographie nichts schönes ist, darüber braucht man sich glaube ich nicht zu unterhalten. Dass Sie keinen Zensurapparat schaffen wollten, glaube ich Ihnen sogar. Aber praktisch haben Sie es getan. Es gibt nicht nur ein Urteil, welches sich damit beschäftigt, ob irgendein Provider Inhalte im Netz zensieren muss. Bisher war die Meinung der Richter immer, dass der Aufwand, der technisch dafür betrieben werden müsste, dem Provider nicht zuzumuten ist. Nun ist der Aufwand aber schon da, weil er gesetzlich vorgeschrieben ist. Jetzt wäre es nur noch eine Adresse zusätzlich zur BKA Liste.

Es ist also nur noch eine Frage der Zeit, bis die Richter anders entscheiden...

Internetsperren - gegen was nochmal?

Es klang am Anfang nach einer guten Idee: Wir sperren Seiten im Internet, wo Kinderpornographie (KiPo) lagert, stellen ein Stoppschild auf, um Leute abzuschrecken, die gelegentlich mal danach gucken. Dadurch verhinden wir eine Menge von Zugriffen und vermindern die Menge an KiPo, die neu produziert wird, weil ja nicht mehr Bedarf da ist. Das waren die Argumente von Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen.

Doch was ist draus geworden?

Zuerst haben fünf große deutsche Internetprovider einen Vertrag unterzeichnet, über den keiner reden darf. Die Idee ist, dass das BKA eine Liste von URLs zusammenträgt, die naturgemäßt nicht-öffentlich ist, und die Provider Zugriffe darauf umleiten auf eine Stopp-Seite des BKA. Zugriffe darauf sollen nicht geloggt werden. Danach wurde das von der Leyen zu einer Gesetzesvorlage weiterentwickelt.

Wer könnte denn etwas dagegen haben? Doch nicht die Opfer von Kindesmißbrauch?!

Wie soll die Sperre realisiert werden? DNS Anfragen auf Server in der Liste werden einfach durch die IP-Adresse der Stopp-Seite beantwortet. Das ist auch überhaupt nicht einfach zu umgehen, oder etwa doch?

Renommierte Computerzeitungen wie z.B. die c't können doch nur dafür sein, oder nicht?

Und was ist aus der Gesetzesvorlage geworden? Na ganz einfach: Read more »

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