Wie versprochen gehts weiter in meiner kleinen Serie. Beim letzen Mal haben wir uns um ein Wordpress und ein Drupal gekümmert und ein paar Standardplugins aktiviert, die man benötigt. Heute gehts weiter mit der Konfiguration.
Plugins heißen bei Drupal Module. Ich verwende diese beiden Begriffe hier synonym. Grundsätzlich gibt es für fast jedes Plugin Zugriffsbeschränkungen und Einstellungen für die Funktionen des Plugins. Wenn man einzelne Plugins nachinstalliert, macht es sich meist gut, die Administration nach Plugins, unter Administer->By Module, aufzurufen. Dort steht dann unter jedem Plugin Permissions und die Optionen, die zu konfigurieren sind.
Da wir jetzt aber einen Haufen plugins auf einmal haben, ist es einfacher direkt unter Administer->User management->Permissions zu gucken wo noch keine Haken sind und überlegen, ob man da welche haben will. Direkt nach der Installation gibt es zwei Benutzerrollen: anonymous und authenticated, also anonyme und angemeldete. Intern gibt es noch den Benutzer mit Nummer 1, den Administrator. Wenn man jetzt, wie ich, ein Einzelkämpfer ist, dann braucht man niemanden, der sich anmeldet. Es geht ja quasi nur um mich und die Anderen.
Wenn man aber mit mehreren Leuten zusammen eine Webseite betreibt sollte man sich vielleicht auch über weitere Benutzerrollen Gedanken machen. Diese kann man unter Administer->User management->Roles anlegen. In Permissions erscheinen sie dann als einzelne Spalten.
Ok, also Zugriffsrechte setzen - der Administrator darf eh alles - und speichern.
Für unsere Standardmodule muss man eigentlich keine Einstellungen vornehmen. Unter Administer->Content management->Content types gibt es jetzt einen neuen: Blog entry. In die Content types lohnt es sich schon mal einen Blick hineinzuwerfen. Dort kann man Standardeinstellungen treffen, ob z.B. Kommentare erlaubt sind, ob neue Einträge auf die Startseite geschoben werden sollen oder auch ob sie sofort veröffentlicht sind nach dem Speichern. Einstellen muss man das, wie man es gern möchte. Die Publish Option hab ich beispielsweise deaktiviert, so dass ich sie bei jedem Artikel bewusst anschalten muss. Dadurch gehe ich halbwegs sicher, dass ich meine Einträge vorm Absenden auch noch mal angucke.
Nein, ich schreibe mit Absicht nicht must have, weil ich denke, dass jeder da andere Maßstäbe anlegt. Diese Liste ist ein Ausschnitt der Plugins, die ich habe und die ich sehr nützlich finde. Die Reihenfolge ist alphabetisch.
Installiert werden sie, indem man sie auspackt und im Verzeichnis sites/all/modules ablegt. Drupal findet sie dann automatisch. Es gibt auch ein Plugin namens Modul Upload, welches einem erlaubt Plugins einfach hochzuladen. Aber ab und an klappt der Weg nicht, dann muss man doch über den FTP Server gehen.
Es kann sein, dass für das eine oder andere Modul noch weitere Module gebraucht werden. Das teilt Drupal aber auf der Seite der Modulaktivierung mit. Diese muss man dann entsprechend auf drupal.org besorgen.
Je nachdem wie schnell der Webserver ist auf dem Drupal läuft, sollte man nach Möglichkeit nicht zu viele Plugins gleichzeitig aktivieren. Dabei müssen nämlich Datenbankeinträge erzeugt und angepasst, sowie evtl. Übersetzungen geladen werden. Auf Nummer Sicher geht man, wenn man jeweils nur eins anschaltet.
Die meisten der Module erklären sich von selbst oder sind nach ein wenig Spielerei zu verstehen. Nur ein paar kleinere Anmerkungen...
Mollom benötigt eine Registrierung auf deren Website, wo man dann zwei Keys bekommt, die man wiederum in die Modulkonfiguration eintragen muss. Bis zu 100 Einträge am Tag gehen in der kostenlosen Version. Sollte eine Weile reichen.
Pathauto sollte man so einstellen, dass er nie URLs löscht. Also entweder so, dass er keine bestehenden URLs überschreibt, oder aber so, dass er eine neue anlegt, aber die alte weiterhin belässt. Das ist eine sehr schöne Funktion in Drupal: Man kann jede Menge Aliase für das gleiche Ziel haben. Immer gut, wenn man mal den Titel ändert, sich verschrieben hat oder ähnliches.
Mit CCK kann man bei den Content types zusätzliche Felder definieren, wie z.B. das Relevant Content Feld. Wie das geht wird auf der Webseite von Relevant Content schön beschrieben. Dieses Feld muss man dann beim entsprechenden Content type einfügen und fertig. Falls sich nichts ändert, kann das am aktivierten Performance Modul liegen - das Problem hatte ich nämlich. In dem Falle muss man einfach den Cache löschen. Noch flexibler kann man mit View gestalten, aber damit hab ich noch keine Erfahrung.
Um bei der ganzen Spielerei ungestört zu sein, empfielt es sich den Wartungsmodus unter Administer->Site Configuration->Site Maintenance anzuschalten. Dann sehen alle nämlich nur ein "Wir sind gleich wieder da", während der Administrator sich austoben kann.
Soviel dazu, im nächsten Teil dann der eigentliche Umzug.
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