Umstieg Wordpress auf Drupal 1 - Vorbereitungen

Ich hatte es ja schon angekündigt, dass ich noch das Eine oder Andere über den Umstieg schreiben wollte, weil ich selbst kaum etwas gefunden habe. Heute soll es darum gehen, was man für den Umstieg alles braucht.

Eine funktionierende Wordpress Installation

Natürlich brauchen wir eine bestehende Wordpress Installation, deren Beiträge wir retten wollen. Ansonsten könnten wir Drupal ja von Null aufbauen.

Bei Wordpress ist nichts weiter einzustellen, außer dass man den Besuchern die Möglichkeit nehmen sollte, neue Kommentare anzulegen. Wäre ja ärgerlich, wenn ein Besucher genau während des Umbaus einen Kommentar hinterlässt, der dann in Drupal fehlt.

Am Einfachsten kann man das erreichen, wenn man in der Verwaltungsoberfläche unter Einstellungen->Diskussion->Weitere Kommentareinstellungen den Haken bei Kommentare zu Artikeln schließen, die älter als _ Tage sind setzt und dort eine 1 einträgt. Damit gibt es keine Möglichkeit mehr auf Artikel zu antworten, die älter als einen Tag sind.

Eine funktionierende Drupal Installation

Zuerst muss Drupal installiert werden. Das hab ich bei mir nicht selbst gemacht, da Hosteurope die Installation als Standardskript anbietet. Sprich, man muss nur sagen, dass man es haben will und in welchem Pfad und welcher Datenbank Drupal agiert. Um den Rest kümmert sich Hosteurope. Ich hab also ein funktionierendes, wenn auch noch sehr nacktes, Drupal.

Man sollte sich als erstes darum kümmern, dass der erste Benutzer - der automatisch alleiniger Administrator ist - anders als admin heißt. Dann legt man sich noch einen Nutzer an, der dann der eigentliche Verfasser der Beiträge ist. Das hat den Grund, dass Drupal normalerweise schreibt wer den Beitrag verfasst hat und man so schon mal den Benutzernamen kennt und dann nur noch das Passwort raten muss. Beides kann man unter Administer->User management->Users erledigen.

Als nächstes sollte man einstellen, dass sich entweder niemand selbst registrieren kann, oder aber zumindest niemand sofort freigeschalten ist. Wir wollen ja nicht, dass unsere Seite sofort zugespammt wird. Das geht unter Administer->User management->User settings.

Dann noch die Standardeinstellungen unter Administer->Site configuration->Site information überprüfen bzw. überhaupt erstmal ausfüllen. Der Name wird normalerweise oben auf der Webseite angezeigt, der Slogan direkt darunter. Das Mission Statement erscheint normalerweise als erstes auf der Einstiegsseite, aber das ist abhängig vom installieren Thema. Ich hab das leer gelassen. Bei den Einstellungen für das benutze Thema kann man diese Felder auch wahlweise ausblenden.

Wenn man jetzt noch schöne URLs haben will - und ja, wir wollen das - dann unter Administer->Site configuration->Clean URLs nachschauen, ob es möglich ist und wenn ja, einschalten. Wenn es nicht möglich sein sollte, muss man in der .htaccess tunen, wenn man das von seinem Hoster aus darf (Stichword mod_rewrite).

Standardplugins

Am Ende der Installation kümmern wir uns noch darum, dass wir auch ein Blog haben. Dafür müssen wir unter Administer->Site building->Modules noch ein paar Haken setzen und damit entsprechende Plugins aktivieren.

Unter Core - required sollten alle Haken gesetzt sein und da wollen wir auch nicht rumspielen.

Unter Core - optional brauchen wir

  • Blog - deswegen sind wir ja hier
  • Comment - wenn man Kommentare haben möchte
  • Ping - um andere Seiten zu informieren, wenn wir sie verlinken
  • Path - um selbst festzulegen, wie die URLs der Einträge aussehen aussehen. Man kann mit Path auch Aliase zu jeder Seite, die Drupal erzeugt, vergeben. Das wird später noch praktisch.
  • Search - unsere Besucher sollen ja auch etwas finden
  • Statistics - unter Anderem für Besucherzähler
  • Taxonomy - ersetzt Kategorien und Tags aus Wordpress und ist noch wesentlich flexibler
  • Tracker - damit kann man "Letzte Kommentare" umsetzen
  • Update Status - informiert über Updates von Drupal bzw. die installierten Plugins
  • Upload - wenn man Anhänge zulassen will

Nachdem wir die alle aktiviert - und das Ganze auch gespeichert haben - müssen wir uns um die Konfiguration dieser Plugins kümmern. Dazu und zu weiteren Plugins aber im nächsten Teil.

Was aber wahnsinnig nervig

Anonymous's picture

Was aber wahnsinnig nervig ist: Jeder deine Beiträge wird mehr als einmal bei Leipzigblogs.de als neuer Artikel geführt und getwittert. Scheinbar kommst du doch noch nicht so richtig mit drupal klar.
Das ist wahnsinnig anstrengend und führt dazu, dass du ab jetzt auf meiner Blacklist stehst! Tschüss!

Schade, dass du nur anonym

Frank's picture

Schade, dass du nur anonym meckern kannst und nicht mal eine echte eMail Adresse hinterlassen hast.

Ja, du hast recht. Problem ist, bzw. war, dass ich mit Mehrsprachigkeit rumexperimentiert habe. Dadurch wurde der Feed mehrfach umverlegt. Einmal von Wordpress nach Drupal, dann von allgemein auf Sprache. Und das hat Leipzigblogs.de dazu veranlasst den Feed immer komplett neu zu lesen und so posten.

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