Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass Cloud-Computing und die allgegenwärtige Benutzung der Smartphones in gewisser Weise eine Reise zurück an die Anfänge des Computerzeitalters ist? Erinnern wir uns: es gab vereinzelt Computer, die Berechnungen durchführten. Diese waren so groß, dass sie ganze Zimmer füllten. Sie wurden am Anfang mit eine Art elektrischer Schreibmaschine - sogenannter "teletypewriters" - bedient. Daher stammt auch die Abkürzung
tty. Diese wichen später Terminals, also dummen Bildschirmen mit Tastatur, die nicht so viel Papier verbrauchten und auch so deutlich schneller und flexibler waren. Diese hat man bis vor wenigen Jahren noch an Flughäfen und in Banken gesehen.
Die Idee dahinter war, dass man einen Computer hatte, der extrem leistungsfähig war und den sich einfach mehrere Anwender teilten. Abgesehen davon waren sie ja auch riesig, der Computer auf jedem Schreibtisch war noch eine Vision...
Als die Computer immer kleiner wurden, und die PCs - bzw. auch Macs - den Siegeszug auf den Schreibtischen der Benutzer angetreten haben, hatte man plötzlich kleine, leistungsfähige Rechner, die nur noch von einem einzelnen benutzt wurden. Die meiste Zeit langweilen sich diese Geräte. Projekte wie seti@home oder boinc zeugen davon.
Auch in der Geschäftswelt ist man irgendwie davon abgerückt einer Menge von Nutzern soviel Leistung in die Mitte zu stellen, wie diese im Schnitt gemeinsam benötigen. Statt dessen bekam nun jeder in etwa so viel Leistung, dass der Rechner im Mittel nicht überfordert war. In die Mitte kam nur ein schwächerer Server, der drucken konnte und auf dem Dateien rumliegen. Auf die Menge der Nutzer gesehen, bedeutet dies, dass deutlich mehr Rechenleistung zur Verfügung gestellt werden musste. Abgesehen davon lassen sich viele Rechner nur schwerer warten und aufrüsten, als ein einzelner Zentraler.
In der Unix-Welt hat die Lösung mit Terminals, zumindest technisch gesehen, überlebt. Auch wenn hier die meisten Anwender an einen eigenen Rechner sitzen, so ist die grafische Umgebung X11 auf Netzwerk ausgelegt. Die Ein- und Ausgabe kann an einem anderen Rechner stattfinden, als das eigentliche Programm läuft. Auch ssh lenkt die Ein- und Ausgabe auf einen anderen Rechner um.
In der Windows-Welt gibt es seit NT4.0 die grafische Variante namens Terminal Server (die unter Win 2008 R2 in Remote Desktop Services umgetauft wurde). Das Konkurrenzprodukt von Citrix gab es sogar schon vor Windows als Text-Version. Somit gibt es auch für die PC-Welt seit ca. 20 Jahren die Möglichkeit "Terminals" zu nutzen. Massiven Einsatz erfährt es aber nur in großen Unternehmen und das auch erst seit ein paar Jahren. Mit dieser Technologie wurden auch die Text-Terminals in den Banken abgelöst. Endlich darf man auch in Banken-Software mit der Maus arbeiten. Macht's das besser? Wer weiß.
Aber zurück zu Cloud-Computing. Still und heimlich hat sich die Welt mit einem "Großcomputer" - Der CLOUD - vernetzt. Plötzlich wird jedes Telefon, jeder Rechner zum Terminal. Die eigentliche Rechenarbeit und Datenhaltung wird, wie in den den "alten Tagen" in einem großen Raum durchgeführt. Nur jetzt sind es mehrere Räume, Rechenzentren gennant, die ihrerseits tausende Computer beherbergen. Unsere schlauen Geräte sind nur mehr zu "dummen Terminals" geworden. Viel mehr als die Ein- und Ausgabe wird ihnen nicht abverlangt.
Der nächste Schritt wird dann wohl der allgegenwärtige Computer, wie in Star Trek, wo man nur noch "Computer: ..." sagen muss. Vielleicht wird die CLOUD auch irgendwann so mächtig und überlegen sein, wie der AC, den sich einst Isaac Asimov in seiner Kurzgeschichte Die Letzte Frage ausdachte, die er bereits 1956 schrieb. Über 50 Jahre her, eine Ewigkeit im Computerzeitalter...Ist eigentlich mal jemandem aufgefallen, dass Cloud-Computing und die allgegenwärtige Benutzung der Smartphones in gewisser Weise eine Reise zurück an die Anfänge des Computerzeitalters ist?
Erinnern wir uns: es gab vereinzelt Computer, die Berechnungen durchführten. Diese waren so groß, dass sie ganze Zimmer füllten. Sie wurden am Anfang mit eine Art elektrischer Schreibmaschine - sogenannter "teletypes" - bedient. Daher stammt auch die Abkürzung tty. Diese wichen später Terminals, also dummen Bildschirmen mit Tastatur, die nicht so viel Papier verbrauchten und auch so deutlich schneller und flexibler waren. Diese hat man bis vor wenigen Jahren noch an Flughäfen und in Banken gesehen.
Die Idee dahinter war, dass man einen Computer hatte, der extrem leistungsfähig war und den sich einfach mehrere Anwender teilten. Abgesehen davon waren sie ja auch riesig, der Computer auf jedem Schreibtisch war noch eine Vision...
Als die Computer immer kleiner wurden, und die PCs - bzw. auch Macs - den Siegeszug auf den Schreibtischen der Benutzer angetreten haben, hatte man plötzlich kleine, leistungsfähige Rechner, die nur noch von einem einzelnen benutzt wurden. Die meiste Zeit langweilten sich diese Geräte. Solche Projekte wie seti@home bzw. boinc zeugen davon.
Auch in der Geschäftswelt ist man irgendwie davon abgerückt einer Menge von Nutzern soviel Leistung in die Mitte zu stellen, wie diese im Schnitt gemeinsam benötigen. Statt dessen bekam nun jeder in etwa so viel Leistung, dass der Rechner im Mittel nicht überfordert war. In die Mitte kam nur ein schwächerer Server, der drucken konnte und auf dem Dateien rumliegen. Auf die Menge der Nutzer gesehen, bedeutet dies, dass deutlich mehr Rechenleistung zur Verfügung gestellt werden musste. Außerdem lässt sich ein Server viel leichter und billiger aufrüsten, bzw. durch etwas leistungsfähigeres ersetzen, als jede Menge einzelne PCs.
In der Unix-Welt hat die Lösung mit Terminals, zumindest technisch gesehen, überlebt. Auch wenn hier die meisten Anwender an einen eigenen Rechner sitzen, so ist die grafische Umgebung X11 auf Netzwerk ausgelegt. Die Ein- und Ausgabe kann an einem anderen Rechner stattfinden als das eigentliche Programm läuft. Auch ssh lenkt Ein- und Ausgabe auf einen anderen Rechner um.
In der Windows-Welt gibt es seit NT4.0 die grafische Variante namens Terminal Server (die unter Win 2008 R2 in Remote Desktop Services umgetauft wurde). Konkurrent Citrix gab es sogar schon als Text-Version. Somit gibt es seit ca. 20 Jahren die Terminal Möglichkeit auch für die PC-Welt. Massiven Einsatz erfährt es aber nur in großen Unternehmen und das auch erst seit ein paar Jahren. Mit dieser Technologie wurden auch die Text-Terminals in den Banken abgelöst. Endlich darf man auch in Banken-Software mit der Maus arbeiten. Macht's das besser? Wer weiß.
Aber zurück zu Cloud-Computing. Still und heimlich hat sich die Welt mit einem "Großcomputer" - Der CLOUD - vernetzt. Plötzlich wird jedes Telefon, jeder Rechner zum Terminal. Die eigentliche Rechenarbeit und Datenhaltung wird, wie in den den "alten Tagen" in einem großen Raum durchgeführt. Nur jetzt sind es mehrere Räume, Rechenzentren gennant, die ihrerseits tausende Computer beherbergen. Unsere schlauen Geräte sind nur mehr zu "dummen Terminals" geworden. Allein die Ein- und Ausgabe wird ihnen abverlangt.
Vielleicht wird die CLOUD auch irgendwann so mächtig und überlegen sein, wie der AC, den sich einst Isaac Asimov in seiner Kurzgeschichte Die Letzte Frage ausdachte, die er bereits 1956 schrieb. Über 50 Jahre her, eine Ewigkeit im Computerzeitalter...
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